«Moralische Instanz» – Gedenkfeier für Max Mannheimer

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München hat an den jüngst verstorbenen jüdischen Holocaust-Zeitüberlebenden Max Mannheimer erinnert. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) würdigte ihn bei der Gedenkfeier im Jüdischen Gemeindezentrum als «besessenen Aufklärer» und «moralische Instanz». Sein Tod sei ein schmerzlicher Verlust. Mannheimer war am 23. September im Alter von 96 Jahren gestorben. Er wurde auf dem Israelitischen Friedhof in München beigesetzt.

Mannheimer hatte fast seine ganze Familie im Holocaust verloren. Er war mehr als zwei Jahre in Konzentrationslagern gefangen, ehe er wenige Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges von US-Soldaten befreit wurde. Unermüdlich engagierte sich Mannheimer seit den 80er Jahren als Zeitzeuge für die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus.