Hochschule 50 plus: Kulturerbe für Generationen

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Bereits zum neunten Mal bietet der Geislinger Stadtseniorenrat zusammen mit der HfWU ein Bildungsangebot für ältere Menschen.

Weltkulturerbe ist das, was von der Unesco, der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur,  auf diesem Planeten als wertvoller Ausdruck der Kultur der Menschen erklärt wird und deshalb besonders geschützt und erhalten werden soll. Während es sehr viel materielles Welterbe gibt, wie beispielsweise den Dom zu Speyer, die gesamte Innenstadt von Bamberg oder auch die Stadt Venedig, so gibt es auch immaterielles Kulturerbe – das nicht mit dem Unesco-Welterbe verwechselt werden darf. Damit werden Traditionen bezeichnet, die auf menschlichem Wissen und Können beruhen und von Generation zu Generation weitergegeben werden. Jüngstes Beispiel die neapolitanische Pizza. Bei ihr geht es weniger um den belegten Fladen, sondern um die gesamte Kultur dieser Speise, ihre Geschichte, ihre Kunst der Herstellung und Machart.

„Weltkultur: Erbe für kommende Generationen“, ist diesmal das Thema der Geislinger Hochschule 50 plus. Sowohl grundsätzlichen als auch speziellen Kultur-Erbe-Themen werden sich die 80 Teilnehmer dieser dreitägigen Bildungsveranstaltung Ende Februar widmen und interessante Zusammenhänge erfahren, kündigen Andreas Frey, der Rektor der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) und Wolfgang Kehrer, der Vorsitzende des Geislinger Stadtseniorenrates dazu an.

Erneut wurden für diese Kooperationsveranstaltung, die bereits in ihre neunte Auflage geht, hochkarätige Experten gefunden. So beispielsweise mit Professor Dr. Markus Tauschek, der über das Thema Kulturerbe als globale Ressource-Inszenierung, Nutzung und lnstrumentalisierung von Kultur dozieren wird. Einer der Referenten wird sich mit dem Thema Chorwesen als Kulturerbe aus Baden-Württembergischer Sicht befassen. „Mit dem Thema ‚Genossenschaften sind immaterielles Kulturerbe’ werden sich unsere lokalen Experten Professor Dr. Markus Mändle und Hubert Rinklin vom Geislinger Albwerk auseinandersetzen“, kündigt Geislingens OB Frank Dehmer die Bildungsreihe an. Er fügt an, dass  auch die traditionelle Exkursion, diesmal eine Fahrt nach Speyer zum dortigen Dom, „sicher wieder reizvoll und lehrreich zugleich“ werden wird. Der OB dankt bereits all jenen, die sich für die Organisation und Durchführung der Geislinger Hochschultage 50 plus engagieren und verantwortlich zeichnen.

Wolfgang Kehrer, unter dessen Regie die Bildungsveranstaltung nun bereits zum dritten Mal vorbereitet wird, erläutert ergänzend, dass man über den Oberbegriff „Tourismus“ zum Thema Weltkulturerbe gefunden habe. Der Stadtseniorenrat hat auch diesmal wieder thematisch die Grobrichtung vorgegeben, die HfWU hat drum herum nun eine äußerst interessante Veranstaltung gebaut. „Die Themen sind im Moment sehr aktuell“, unterstreicht Kehrer.

Wer sich diesen Dingen widmen will, der muss bei der Anmeldung (siehe Infokasten links) diesmal sehr schnell sein, da die Veranstaltung auf 80 Teilnehmer beschränkt werden muss. „Aus diversen rechtlichen Gründen“ und wegen des Durchführungsortes, wie Kehrer erklärt. Er weist auch darauf hin, dass bei der Exkursion nach Speyer sehr viel gelaufen werden muss (Stadtführung). Das sollte beachtet werden.